Montag, 15. Juni 2015

Meine Gastfamilie und Gastgeschenke

Kurz vor den Osterferien, tatsächlich zu einem Zeitpunkt, an dem ich überhaupt nicht damit gerechnet habe, kam auf einmal eine E-Mail von ec.se.

Ich hatte endlich meine Gastfamilie!!!

Meine Gasteltern wohnen in New Westminster, ungefähr 15 Minuten von meiner Schule entfernt. Neben einer Tochter, die schon aufs College geht, werde ich dort außerdem eine südkoreanische Gastschwester haben, die so alt ist, wie ich. In den E-Mails, die ich dann mit meiner Gastmutter geschrieben habe, stand außerdem, dass sie einen Hund haben und sportlich sehr aktiv sind. So werde ich z. B. am zweiten Wochenende nach meiner Ankunft zu einem Radrennen von meinem Gastvater mitkommen. Und sie haben mir angeboten, dass ich bei ihnen Gitarre lernen kann, richtig richtig cool *-* Da sie schon öfter Austauschschüler aufgenommen haben, mach ich mir eigentlich überhaupt keine Sorgen, dass da irgendwas schiefgehen könnte.

Etwas ungünstig war allerdings, dass ich kurz nachdem ich meine erste E-Mail an meine Gastfamilie geschrieben habe, für 2,5 Wochen im Urlaub war und danach ziemlich viel zutun hatte, sodass ich nicht sofort geantwortet hab. Auf meine E-Mail wiederum hat meine Gastmutter dann auch nicht geantwortet - sodass wir bislang noch nicht wirklich viel Kontakt hatten, ab und zu mal auf Facebook, aber auch da eher sporadisch.
Mir persönlich macht das nicht so viel aus, weil ich der Meinung bin, dass ich, wenn ich dort bin, alle früh genug kennenlernen und merken werde, ob es wirklich passt.



Eine Frage, die sich jeder Austauschschüler irgendwann stellt... Was zur Hölle bring ich meiner Gastfamilie nur mit?!
Auf dem Vorbereitungstreffen von ec.se haben wir dazu eine Liste mit möglichen Gastgeschenken bekommen, die wirklich sehr hilfreich war.

Im Endeffekt hab ich mich dafür entschieden,
- ein Buch über die Ostseeküste (auf Englisch und Deutsch)
- ein Backbuch mit typisch deutschen Rezepten (auf Englisch)
- deutsche Süßigkeiten (Schokolade wie z.B. Milka und Ritter Sport, Haribo usw.)
- Lübecker Marzipan (was Regionales)
- Ampelmännchen-Radiergummis
- selbstgekochte Marmelade (was Persönliches)
- sowie Fotos von Schwerin (natürlich selbst geschossen)
mitzubringen.

Ich persönlich liebe Marzipan, das heißt, wenn es ihnen nicht schmeckt, dann wird es trotzdem alle :D

Sonntag, 10. Mai 2015

Meine Schule

Nachdem klar war, dass ich mit ec.se nach British Columbia gehen werde, stand als nächstes die Qual der Wahl einer Schule an.
Dabei ging es ganz allgemein zu allererst darum, wo ungefähr ich zur Schule gehen wollte (Großraum Vancouver) und dann um die Größe der Schule.

Kleine Schulen (zwischen 150 und 750 Schüler) haben den Vorteil, dass der Anteil der Austauschschüler dort relativ gering ist. Von einer Freundin, die bereits ein halbes Jahr in Kanada verbracht hat und die an ihrer Schule die einzige Austauschschülerin war, habe ich diesbezüglich sehr viel positives gehört - man ist was besonderes, man unternimmt viel mit den Kanadiern dort und findet sehr schnell Freunde. Allerdings ist dort das Fächerangebot eher beschränkt.

Große Schulen (bis zu 3000 Schüler) haben manchmal einen Austauschschüleranteil von bis zu 10 %. Bei 3000 Schülern wären das 300 Austauschschüler. Klar, dass man dort dann nichts besonderes ist, dass die Wahrscheinlichkeit, dass die Austauschschüler eher unter sich bleiben und weniger mit Kanadiern in Kontakt kommen, sehr hoch ist. Andererseits haben große Schulen eine große Auswahl an Fächern, man kann vielen verschiedenen Clubs und Sportteams beitreten und und und.

Im Endeffekt habe ich mich für die New Westminster Secondary School entschieden, eine schon relativ große Schule mit etwa 2000 Schülern, ungefähr 2,5 Mal so viel wie meine Schule hier in Deutschland. Von außen sieht die Schule schon ziemlich alt aus, aber der geplanten Renovierung standen vor einige Jahren Funde von Überresten eines Indianerdorfes im Weg, das sich direkt unter dem Schulgebäude befunden hat. Innen ist die Ausstattung, wie in vielen anderen kanadischen Schulen jedoch hochmodern.
Außerdem ist das Angebot an Fächern riesig und ich hab meine Wunschfächer auch schon angegeben, unter anderem Psychology, Spanisch und Foods.
Insgesamt hab ich versucht, eine Mischung zwischen Fächern, die ich in Deutschland nicht wählen kann, wie etwa Psychologie oder Foods und Fächern, die mir in Deutschland was bringen (Mathe, Spanisch, Bio), zu finden.

Außerdem bietet die New Westminster Secondary School ein sehr umfangreiches Online-Preparing-Programm für Austauschschüler an. Jeder Schüler bekommt per Mail einen Link zu seinem persönlichen Account. In verschiedenen Lektionen hat man die Möglichkeit, seine Englischkenntnisse zu testen, sowie auf viele nützliche und interessante Informationen über Kanada, New Westminster, die Kultur, die Schule etc. zuzugreifen. Abschließend wird das neu erworbene Wissen getestet und man bekommt, wenn man gut war, ein bestimmtes Certificate, das wiederum Vorteile bei der Einteilung in die Kurse vor Ort an der New Westminster Secondary bringt.

In Kanada sind, anders als in anderen Ländern, nicht Partnerorganisationen sonder die sogenannten School Districts für die Suche einer Gastfamilie und für die Betreuung während des Austausches zuständig. Ansprechpartner bei Problemen z. B. mit der Gastfamilie habe ich also immer direkt in der Schule.
Wenn ich in Vancouver ankomme, habe ich auch erstmal eine sogenannte Orientation Week von der Schule aus, in der ich noch mal alles mögliche über Kanada und den Schulalltag und überhaupt lernen werde, bevor dann der Unterricht richtig losgeht.

Alles in allem bin ich schon unheimlich gespannt, ob das mit meinen Wunschfächern alles so klappt und vor allem, wie die Atmosphäre in der Schule und im Unterricht ist, weil ich schon oft gehört habe, dass in Kanada das Schüler-Lehrer-Verhältnis sehr viel entspannter und persönlicher als in Deutschland ist.


Freitag, 24. April 2015

Das ec.se Teilstipendium

In meinem Post im März habe ich erwähnt, dass ich ein Stipendium bekommen habe.
Dazu will ich jetzt hier noch mal etwas ausführlicher schreiben.

Im Oktober letzten Jahres habe ich von ec.se eine Einladung zu sogenannten "Kanada Informationstagen" erhalten. (Weitere Informationen dazu könnt hier ihr → hier nachlesen und meine persönlichen Eindrücke findet ihr → hier)
Da meine Schule in Kanada zu denen gehört, die in Kooperation mit ec.se Teilstipendien vergeben, konnte ich mich an diesem Informationstag um ein Teilstipendium in Höhe von 1500 CAD (Canadian Dollar) bewerben. Alles was ich dafür tun musste, war so ein Formular auszufüllen und mein Zeugnis sowie zwei Referenzschreiben von Lehrern/Freunden der Familie an meine Schule in Kanada zu schicken und... Warten.
Denn die endgültige Auswahl der Stipendiaten wurde erst im Januar getroffen. Ihr könnt nicht glauben, wie sehr ich mich gefreut hab, als der Brief von ec.se kam!

Seitdem bin ich → hier mit allen andere Stipendiaten auf der Seite von ec.se aufgelistet.